Ärztlich geführtes Gesundheitsprogramm für Belegschaften
Nicht beim jährlichen Check-up. Nicht im Kurs, den zwölf Prozent Ihrer Belegschaft besuchen. Sondern an den dreihundertfünfundsechzig Tagen dazwischen — wenn jemand weiß, was heute für ihn dran ist, und ein Arzt erreichbar ist, wenn es nicht reicht.
Ein Jahr eines Teilnehmers. Die vier hervorgehobenen Felder sind die Arzttermine — also das, was ein klassisches Programm insgesamt anbietet. Alles Grüne ist der Teil, um den es hier geht.
Ausgangslage
Das ist keine Vermutung, sondern die Statistik Ihrer eigenen Kasse. Und es ist der Grund, warum dieses Programm dort ansetzt und nicht bei allgemeiner Gesundheitsförderung.
aller Ausfalltage gehen auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurück — bei nur 12,4 % der Krankmeldungen. Wenige Fälle, lange Ausfälle.
BKK Gesundheitsreport 2025
Wochen Entgeltfortzahlung tragen Sie selbst. Die Behandlung zahlt die Krankenkasse — die Ausfalltage zahlen Sie.
§ 3 EntgFG
belegte Wirkung klassischer Gesundheitsprogramme auf Kosten und Fehlzeiten — in zwei randomisierten Studien mit über 37.000 Beschäftigten.
Illinois Workplace Wellness Study; BJ’s Wholesale Club Study
Warum wir die dritte Zahl selbst nennen: Sie ist öffentlich, und ein Einkäufer findet sie. Wir nehmen sie vorweg und ziehen die Konsequenz daraus — im Baustein Intensiv wird die Hälfte des Honorars erst fällig, wenn eine Funktionsverbesserung dokumentiert ist. Eine ROI-Garantie geben wir nicht, weil die Studienlage sie nicht hergibt.
Das Programm
Die ersten beiden Ebenen sind der Grund, warum Ihre Leute mitmachen. Die vierte ist der Grund, warum sie bleiben. Die dritte ist die, um die es geht.
Alters- und Belastungsstruktur, vorhandene Angebote, Ihre AU-Struktur, eine freiwillige anonyme Kurzbefragung. Ergebnis ist ein Dokument mit Ihrer MSK-bedingten Entgeltfortzahlung und offengelegten Annahmen. Kostenlos — auch wenn dabei herauskommt, dass sich ein Programm bei Ihnen nicht lohnt.
Etwa 20 Minuten je Person, im Betrieb, während der Arbeitszeit. Blutdruck, Taillenumfang, Handkraft, funktionelle Kraft, Gleichgewicht, Beweglichkeit, Ausdauer, Schlaf, Stress, Arbeitsfähigkeit. Labor nur bei Indikation. Jede Messung muss die Frage beantworten: Was tun wir anders, je nachdem wie sie ausfällt? Wenn es keine Antwort gibt, fliegt die Messung raus.
Zwei bis drei konkrete Schritte pro Tag, abgestimmt auf Tätigkeit, Schichtmodell, Beschwerden und verfügbare Zeit. Wöchentlicher Rückblick, laufende Anpassung, Wiedermessung nach zwölf Wochen. Kein Kursplan, keine Bibliothek, keine Rangliste. Wie ein Tag aussieht →
Ärztliche Bewertung jedes Befunds, fachärztlicher Termin innerhalb von 14 Tagen für die, die ihn brauchen, unabhängige Zweitmeinung vor elektiven Wirbelsäulen- und Gelenkeingriffen, definierte Eskalationspfade, Nachverfolgung. Rückmeldung geht an den Beschäftigten — nie an Sie.
Die tägliche Begleitung
Das ist die einzige Frage, die diese Anwendung beantwortet. Nicht: was wäre alles gut. Nicht: hier sind vierzig Artikel. Sondern heute diese zwei bis drei Dinge, in dieser Reihenfolge, aus diesem Grund.
Drei bis vier Aufgaben sind zu viel. Eine unerledigte Liste wird als Misserfolg gelesen und beendet die Nutzung. Deshalb ist eine Aufgabe pro Tag als Mindestmaß markiert — erreichbar auch an einem schlechten Tag.
Und es gibt einen Aus-Schalter. Krank, Urlaub, belastet, Schichtwechsel: Modi, die man selbst setzt. Der häufigste Abbruchgrund ist nicht Desinteresse, sondern das Gefühl, herausgefallen zu sein.
Bei neuem starkem Schmerz, Warnsymptomen oder auffälligen Werten stoppt die Anwendung ihre Empfehlungen und meldet einen ärztlichen Kontakt an. Diese Regeln stehen im Code, nicht in den Nutzungsbedingungen.
Evidenzsystem
Fünf Klassen. Nur zwei davon sind im Kernprogramm zugelassen. Die Einstufung ist einsehbar, nicht intern.
Ausschlussliste
Diese Liste steht hier, weil sie unser stärkstes Argument ist. Jeder Punkt ließe sich verkaufen. Keiner hält der Prüfung stand, ob er den Menschen tatsächlich besser stellt.
Ein Anbieter, der Ihnen sagt, was gut ist, und Ihnen dann genau das verkauft, hat keine Beratung geliefert.
Deshalb verdienen wir nur an Untersuchung, Behandlung und Begleitung — nie am Verkauf eines Produkts, das wir zuvor empfohlen haben. Labore werden nach Qualität ausgewählt und zu Selbstkosten weitergegeben. Die ärztliche Vergütung erfolgt nach Zeit, nicht nach Leistungsmenge; sonst entstünde ein Anreiz zu mehr Diagnostik. Alle Partnerschaften werden offengelegt.
Daten und Mitbestimmung
Auch nicht indirekt. Keine Teilnehmerlisten, keine Freistellungslisten mit Namen, keine Rückmeldung darüber, wer beim Check war. Freistellung läuft über Zeitfenster, nicht über Personen.
Freiwilligkeit ist erst dann echt, wenn Nichtteilnahme unsichtbar ist. Deshalb gibt es bei uns keine Prämien für Teilnahme, keine Teamquoten und keine Team-Challenges — sie sind die wirksamsten Aktivierungshebel und hebeln genau das aus, worauf alles andere ruht.
Den Entwurf der Betriebsvereinbarung und das Datenschutzkonzept bringen wir mit. Wir planen dafür sechs bis sechzehn Wochen ein, statt den Schritt zu übergehen.
Modelle
Ein Programm, das niemand benutzt, sollte nichts kosten. Deshalb rechnen wir nach aktiven Nutzern ab — das richtet unsere Anreize auf dasselbe Ziel wie Ihre.
Für alle Beschäftigten eines Bereichs
Für Beschäftigte mit Befund oder erhöhtem Bedarf
Für Schlüsselpersonen, deren Ausfall ein Unternehmensrisiko ist
Für Ausscheidende, Ruheständler und Familien
Erfolgsabhängig im Baustein Intensiv: Die Hälfte wird erst fällig, wenn nach zwölf Wochen eine dokumentierte Funktionsverbesserung vorliegt. Die Schwelle vereinbaren wir vorher schriftlich.
Zur steuerlichen Behandlung: § 3 Nr. 34 EStG setzt Leistungen voraus, die nach § 20 Abs. 2 Satz 2 SGB V zertifiziert sind oder den Kriterien des GKV-Leitfadens entsprechen. Ob und in welchem Umfang das auf die einzelnen Bausteine zutrifft, klären wir vor Angebotslegung mit Ihrer Steuerberatung — wir behaupten es nicht.
Der nächste Schritt
Der erste Schritt ist eine kostenlose Einschätzung Ihrer Fehlzeitenstruktur, etwa eine Stunde, mit dem medizinisch Verantwortlichen. Danach wissen Sie, ob der Bewegungsapparat bei Ihnen überhaupt der richtige Hebel ist.
Falls es passt — der Pilot: zwölf bis sechzehn Wochen, 40 bis 60 Beschäftigte eines Bereichs, 18.000 bis 32.000 €. Ausgangsmessung, ärztliche Triage, tägliche Begleitung, mindestens ein persönlicher Kontakt je Teilnehmer, Wiedermessung, anonymisierter Bericht. Erfolgs- und Abbruchkriterien vorher schriftlich vereinbart.
Wir suchen drei Unternehmen, die mitentwickeln. Ein Programm, das in der Montage trägt, sieht anders aus als eines für die Pflege. Für Betriebe, die den Aufbau mitgestalten, gelten Sonderkonditionen über die ersten beiden Vertragsjahre.